Harte Mineralien und österreichische Weichtiere
Vor die Wahl gestellt, einen Vormittag in Wien entweder mit einem netten Menschen oder 20,000 Mineralien im Naturhistorischen Museum zu verbringen, fällt die Entscheidung naturgemäß zugunsten der Mineralien aus. Boten des äusseren Kosmos und des Erdinneren. Erstarrtes Urknallgerümpel. Träger einer seltsamen Vielfalt und endgültigen Ruhe, winzige, aber kraftvolle Teile des grösseren Ganzen. Farbenschillern, kristalline Meditationsstufen, Form- und Sprachblüten:
Rhombisch-Dipyramidal
Kubisch-Hexakisoktaedrisch
Ditetragonal-Dipyramidal
Dihexagonal-Dipyramidal
Ditriagonal-Skalenoedrisch:
Namibia-Vesuv-Colarado-Matlock-PbCFI-Tysfjörd-Äthiopien-Schlesien-Schweden:
Übrigens auch sehenswert, einen Stock höher: Planaria Alpina, oder der gemeine “Österreichische Alpenstrudelwurm”, in seinem zylindrischen Schutz-Flacon. Ein vorwiegend freilebender Plattwurm, Darm fehlend, bewimperte Haut. Als Nahrung dienen alpine Zerfallsstoffe, sofern er nicht selber einer ist:
Und zu guter Letzt, eine (unvollständige, da in je 250 Metern sicherer Entfernung von Parlament, Bundeskanzleramt und Hofburg hängende) Schautafel der Weichtiere Österreichs und ihrer Verbreitung:




