Betonblock

4. April 2013

Wieder einmal die schwierigste Erkenntnis nach der Veröffentlichung eines Romans: dass es weder möglich noch notwendig ist, gleich den nächsten Roman zu schreiben.

“Man kann immer Notizen machen, versuchen, ein paar Sätze richtig herumzuschieben; aber ehe man sich wieder in die Arbeit an einem Roman stürzt, muss man warten, bis sich das alles verdichtet, unwiderlegbar wird, man muss die Erscheinung eines authentischen Kernes der Notwendigkeit abwarten. Man entscheidet nie selber, ein Buch zu schreiben, ein Buch ist wie ein Betonblock, der von selbst beschliesst, auszuhärten . . .”
Michel Houellebecq, La Carte et le Territoire

Oder, wie mit mein lebenserfahrener Freund H. (nicht Houellebecq, der dem Anschein nach keine Freunde mehr hat, ausser seinen Hund und Frédéric Beigbeder ) erklärt, nach der Geburt eines Kindes muss man sich auch erst mal drauf einstellen . . . a propos . . .